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07 02 2008

Motorama

Ich breche mein Schweigen nur ungern, aber ich möchte die Liebhaber gediegener Rockmusik einmal auf eine ganz besondere Perle aufmerksam machen, die ich gefunden habe: Motorama

Motorama, dass sind zwei Mädels, die mit Gitarre und Schlagzeugen bewaffnet, ohne Bass und Nebelmaschine, durch die verschimmelten Keller toben und dem tanzfreudigen Publik lecker was auf die Ohren ballert.

Wer mal reinhören will: http://www.myspace.com/motoramaitaly


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02 05 2008

Über Hessen und andere Schweinereien

Liebe Gemeinde,

ich weiß, ich habe eure Geduld lange auf die Probe gestellt. Sicher habt ihr jeden Tag eure RSS-Reader angestarrt und eurem Browser minütlich den Befehl gegeben, unixpunx.de zu reloaden. Vergeblich. Doch endlich ist die lange Zeit des Wartens vorbei. Endlich schreibe ich wieder.

Obwohl ich als stolzer Eifler im Exil natürlich einen gewissen Lokalpatriotismus pflege und sich meine Wohnung immernoch auf rheinland-pfälzischem Boden befindet, bin ich mir dennoch nicht zu schade im Land jenseits des großen Baches zu arbeiten. Genauer gesagt in Hessen, wo statt Bier Äppelwoi, oder noch schlimmer Darmstädter Braustübl, die Kehlen befeuchtet.

Und gerade in diesem Land, welches das schlechteste bierähnliche Getränk gleich nach “Neptun Krone Pils” auf den deutschen Markt schleudert, wurden vor gar nicht all zu langer Zeit die CDU-Anhänger gegen Ende des Sonntags-Gottesdienstes von ihrem Dorfpfarrer an die Wahlurnen gescheucht. Doch nicht nur die. Auch Kommies, Ökos, Besserverdiener und Ich-Wär-Gern-Kommie-Bin-Aber-Zu-Brav-Und-Trau-Mich-Nicht-Typen durften ihr Kreuzchen machen.

Jetzt denkt der interessierte Leser natürlich: “Ist doch kein Problem, haben wir doch schon tausend mal gemacht.” Aber so einfach ist das nicht mit der Demokratie. Denn natürlich konnte man nach der Bundestagswahl 2005, die die beiden zerstrittenen Lager in eine Koalition gezwungen hat, nicht davon ausgehen, dass sich das Lagerdenken und der Koalitions-/Fraktionszwang überlebt hat. Natürlich musste man einen populistischen Wahlkampf der Ausgrenzung und Polarisierung führen. Und nicht nur das, man musste im Wahlkampf die Zugehörigkeit zu seinem Lager auch noch Lautstark durch Koalitionsaussagen unterstreichen, auf das eine Regierungsbildung so schwer wie möglich, wenn nicht gar unmöglich wird.

Das Wahlergebnis in Hessen hat jedenfalls eines gezeigt: Der Deutsche will nicht zwischen zwei Lagern entscheiden, wie die US-Amerikaner es zwischen Demokraten und Republikaner müssen. Sie wollen keine Koalitionen wählen, sie wollen eine Politik wählen.

Ich bezeichne mich beispielsweise als linksliberal. Ich bin für einen Minimal-Staat, der sich auf seine Kernaufgaben konzentriert. Ich bin gegen Online-Überwachung, gegen Video-Überwachung, gegen staatliche Einmischung in mein Privatleben. “Ein Stammwähler” würde Herr Westerwelle sagen, aber dem ist leider nicht so. Warum nicht? Nun zum Beispiel weil die FDP zu feige ist mit ihrem Programm, ihren Leuten und Ihren Ideen einen eigenen Wahlkampf zu führen. Statt dessen macht sie dass, was sie seit etwa einem Jahrzehnt macht: Sie lässt sich von den Grünen, die ähnliche Positionen besetzen und ähnliche Wähler ansprechen, in die Rechte (wirtschaftsliberale) Ecke drängen und hängt sich an den Rockzipfel der Union.

Verzeihen Sie mir Herr Hahn, aber wie soll ein aufrechter Liberaler die FDP wählen, wenn sie mit Patex an den Rockzipfel von Herrn Koch gekleistert ist ?? Denoch zwang die FDP in Hessen ihre Wähler einen Herr Koch mitzuwählen, der gegen alles steht, was die persönliche Freiheit ausmacht. Ich frage mich wirklich warum Parteien wie die FDP oder die Grünen nicht in der Lage sind einen Wahlkampf ohne Koalitionsaussage zu machen. Vertrauen Sie ihren Programmen und Ideen nicht? Sind sie auf die Leihstimmen der großen Parteien angewiesen?

Ich hoffe nicht. Ich hoffe darauf, dass ich in naher Zukunft die Partei wählen kann, die meine Interessen am besten vertritt, ohne dass ich mir bei meiner Wahlentscheidung Gedanken um Koalitionen machen muss. Ich hoffe, dass in Naher Zukunft wieder das Parlament und der freie Abgeordnete die Politik bestimmt und das sich Koalitionen aus Mehrheiten und nicht aus wahltaktischen Interessen bilden. Denn was spricht dagegen strittige Frage aus dem Koalitonsvertag heraus zu halten und Sie dort zu diskutieren wo sie hingehören: Ins Parlament?!


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01 05 2008

Zu dumm für Windows!

Es ist kein Geheimnis, ich persönlich benutze nur äußerst ungern das weit verbreitete Betriebssystem von Microsoft. Ich bin nicht ideologisch. Wer es toll findet soll es benutzen und sicher hat das System auch seine Vorteile. Ich bin leider zu dumm um mit Windows klar zu kommen.

Leider ist es ja nicht so, dass man in unserer freien Welt so frei ist dass man seinen fetten Arsch hinter seine Linux/Unix-Kiste hocken kann und die ganze bunte Windows-Welt geht einem am selbigen vorbei. Nein. Immer wieder wird man genötigt sich mit Software aus Redmond auseinander zusetzen. So kämpft der ein oder andere am Arbeitsplatz sicher nicht nur mit den Tücken des Alltags, sondern auch mit seinem Verstand, nämlich dann wenn man sich das Verhalten von Software erklären will, das so gar nicht logisch zu sein scheint.

Aber auch in der Freizeit wird man vor Problemen rund um das Betriebssystem mit dem schönen Fähnchen nicht verschont. Wenn ich jemanden neu kennenlerne sag ich mitlerweile immer, dass ich Zentralafrikanische Philologien studiert habe. Ist sicherer. Denn sobald jemand herausfindet dass man Informatiker ist, hört man nach wenigen Tagen den berühmten Satz “Kannst du mal nach meinem Computer gucken, der spinnt irgendwie”. Bruaaaaaaaaaaaaaa.

Im Weihnachtsurlaub hatte ich jetzt mal wieder 3 dieser Fälle. Gut, alle 3 entweder blutsverwandt oder ähnliches, da kann man sich den Qualen der Hölle mal aussetzen. Aber immerhin. Und jedes mal musste ich aufs neue feststellen, dass ich einfach viel zu doof bin um dieses System zu verstehen. Mit der Tatsache, dass Windows-Systeme nach einem Jahr gähnend langsam ist, ganz gleich wie fett der Prozessor und wie riesig der Speicher auch ist, habe ich mich bereits abgefunden. Ich fackel da nicht lange. Da wird dann ein Backup der Daten gemacht (bei den meisten privaten Windows-PCs leichter gesagt als getan, vor allem wenn die Besitzer selbst nicht mehr wissen wo welche wichtigen Dateien abgeblieben sind) und die Kiste wird geplättet, um einer Neu-Installation zu weichen. Geht scheinbar nicht anders. Ich träume dann immer von meinem Kubuntu, welches seit einigen Jahren zwar alles halbe Jahr ein Distributions-Update verpasst bekommt, aber sonst immernoch die allererste Installation ist und dennoch ist mein Rechner noch genauso flink wie am ersten Tag. Warum ist das so, dass Windows-Rechner mit der Zeit so lahm werden? Nur wegen dieser sagenumwobenen Registry? Ich raff es einfach nicht.

Kurios genug, aber nicht der einzige Problemfall, der mich zum Grübeln bringt. Gerade heute hatte ich wieder mit dem zweiten Problem zutun das mich bei Windows regelmäßig ratlos vor dem Rechner sitzen lassen lässt. Der Festplattenspeicher auf C:\ . Laufwerk C:\ ist doch eigentlich immer zu klein, oder? Der unbedarfte Nix-Checker wie ich denkt immer, dass die Leute sich in ihren Privat-Rechner so gigantische Festplatten kloppen, um da haufenweise Filme in HD-Auslösung zu speichern und diese noch durch RAIDs zu sichern und hoch verfügbar zu machen, aber nein: Die speichern da Windows drauf. Denn erfahrene Nutzer scheinen zu wissen, dass sich ein Laufewerk mit dem schönen Namen C:\ von selbst zufrisst, bis nichts mehr zu fressen da ist. Nachdem Jesus die wunderbare Brotvermehrung zum größten Hit auf allen Partys werden ließ, schafft Bill Gates scheinbar die wunderbare Speicherverringerung auf allen Rechnern. Das sicher größte Wunder unserer Zeit.

Was ich dabei auch nicht verstehe: Wann wird unter Windows der Speicher endlich freigegeben, wenn man etwas gelöscht hat? (Ja, ich habe den Papierkorb gelöscht du Spacko, so dumm bin selbst ich nicht!) Meine Freundin wollte gerade ein Spiel auf ihrem Windows installieren. Leider zu wenig Platz auf C:\. Was macht der kleine Mario? Er guckt wie viel Speicher noch frei ist, bemerkt, dass es viel zu wenig ist, deinstalliert ein Programm, guckt nochmal und siehe da: Es hat sich nichts geändert. Überhaupt nichts. Gut, so viel verstehe ich dann doch von Windows, dass ich die Geheimwaffe kenne: Rechner aus, Rechner an und manchmal funktioniert es dann. Und siehe da: Es klappt, nach dem Neustart wurde der Speicher freigegeben, reicht aber noch nicht. Also ist das nächste Programm fällig. Natürlich wieder das gleiche Spiel. Also wieder Rechner aus, Rechner an, und was ist passiert? AUF C:\ IST NOCH WENIGER PLATZ ALS VORHER!!!! ICH DREH DURCH. Wie kann denn sowas sein? Ich lösche was und C:\ hat noch weniger Speicher!? Sorry, das ist zu hoch für mich. Ich entschuldigte mich also bei meiner Freundin, vertröstete sie aufs nächte Wochenende und gab schonmal eine Amazon-Bestellung auf.

Das hier habe ich bestellt um die C:\-Partition zu vergrößern, und das hier für mich!


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12 21 2007

Kubuntu 8.04 mit KDE 4

Da Ubuntu 8.04 eine LTS-Version wird, wurde bisher davon ausgegangen, dass Kubuntu 8.04 auch eine LTS-Version werden wird. LTS bedeutet soviel wie “Long Term Support” und heißt, dass die Distribution drei bzw. die Server-Versionen fünf Jahre von der Ubuntu Foundation gepflegt werden. LTS würde aber auch bedeuten, dass Kubuntu KDE 3.5 statt KDE 4.0 als Standard-Desktop hätte, da in LTS-Versionen nur Software aufgenommen wird, die einen bestimmten Reifegrad erreicht haben.

Doch nun ist es amtlich: Kubuntu 8.04 wird kein LTS sondern bekommt KDE 4.0 als Standard. Mich freut es, da KDE 4 so gleich eine noch höhere Verbeitung finden wird, auch wenn man es sich auf meiner Lieblings-Distribution auch schnell nachinstallieren kann.

Quelle: http://blog.nixternal.com/2007.12.20/kubuntu-804-featuring-kde-4/


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12 09 2007

Vom Essen

Mir wurde von einem treuen Leser ans Herz gelegt, ich solle mehr Bullshit-Beiträge schreiben. O.K. dieser Wunsch sei mir Befehl. Also lieber Timi: Hier bitte weiterlesen. Dieser Beitrag ist garantiert frei von unnützem Wissen und Niveau.

Ich war gerade mit meiner Freundin fein essen. Ich steh da ja total drauf. Du kommst rein und die schön gestriegelten Kellner mit ihren feinen Anzügen müssen erstmal schlucken. “Scheisse ein Assi” saust es wie der Blitz durch alle anwesenden italenischen Gehirne. Ich liebe das. Nicht nur beim Italiener. Nein, ich bezahle immer Unsummen um meine Inspektion beim Mercedes Benz-Vertragspartner zu machen, weil das in etwa das gleiche Gefühl ist. Da rennen Leute rum, von denen man genau weiß, wenn du die in freier Wildbahn triffst, dann wechseln sie die Strassenseite wenn sie dich sehen. Aber hier sind wir nicht in freier Wildbahn. Hier sind wir Kunde und damit König und diese Herren müssen mir den Arsch nach tragen. Ach ist sowas schön…

Naja, aber diesmal bei besagtem Italiäner haben sie sich gerächt. Vielleicht überwacht mich auch schon der VASKGAKP (Verein anzugtragender Service-Kräfte gegen asoziales Kundenpack). In jedem Fall haben die scheinmal nur um mich zu quälen die Panflöten-Version von “Wind of Change” im Hintergrund dudeln lassen. Und a propos “change”: Als wir nach einer Stunde und 30 Minuten gegangen sind lief immernoch “Wind of Change”. Ja, ohne Quatsch. Die haben das Lied in einer Endlosschleife laufen lassen. Ich bin schon total gagga im Kopp.

Naja. Das nächste mal geht es dann eben wieder zum McDonalds. Da kann man auch Spass haben mit dem Service-Personal.

Ich zum Beispiel überfordere im Moment eigentlich regelmäßig die armen Leuts, die beim Macces die Fleischbrötchen über die Theke werfen, indem ich ein Bier bestelle.  Liebe Kinder draußen vor den Empfangsgeräten. Bitte macht das nicht nach was der Onkel da schreibt. Bier bei McDonalds kaufen kann sehr gefährlich sein. Das erste mal musste ich mein Getränk sogar zurück geben, weil ich kein Bier, sondern alkohlfreie Chemie-Brause mit Hopfengeschmack bekommen habe. Gott sei Dank habe ich es schon gesehen als die Dame die Flasche in den obligatorischen Pappbecher umgeschüttet hat. Nicht auszudenken ich hätte einen Schluck von dieser unreinen Brühe getrunken. Ich finde es wirklich unverantwörtlich, wenn man nicht gewarnt wird, wenn du sowas untergeschoben bekommst. Man setzt ja auch keinem Moslem Schweinfleisch vor, oder?

Naja, aber seit diesem Erlebnis frage ich nach. Und tatsächlich, in einigen Mäcces bekommt man auch richtiges Bier. Das Personal muss es zwar oft erst suchen gehen und in der Regel sind auch nur so an die sechs Flaschen vorrätig. Wenn ich in der Woche schonmal da war habt ih also sehr wahrscheinlich Pech gehabt. Bevor man Bei MvDonalds ein Bier bekommt, wird es jedoch in einen Pappbecher geschüttet. Wohl damit auch Bier das typische, einzigartige und unvergleichliche McDonalds-Aroma erhält. Würde mir auch komisch vorkommen, wenn ich die Haute Cuisine aus dem Hause Mcdonalds in mich hinein stopfe und da schmeckt etwas nicht nach Pappe. Aber muss man unbedingt immer die 0.33l-Flasche in den 0.25l-Becher pressen?

Naja, in jedem Fall punktet McD im Moment wieder mit dem Big Tasty Bacon. Dem sicher geilsten Burger den es zu Futtern gibt. Bei jedem Bissen weiß man zwar, dass man dem Herzinfarkt wieder ein Stückchen näher gekommen ist, aber dieser Burger ist so geil, der ist sogar stärker als der Überlebensinstinkt.

Ach, und hier noch ein paar Worte an die antikapitalistisch, autonome Volksfront von Judäa: Ja, ich esse Imperialisten-Frass. Aber nur wenn er heiß und fettig ist. Manchmal, zum Beispiel wenn es mal wieder nur alkoholfreie Bierersatzstoffe gibt, trinke ich dazu auch mal Besatzerbrause.  In diesem Sinne. Vorwärts imme, rückwärts nimmer.


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12 05 2007

Kein Internet-Explorer!

Ich zieh mir gerade mal die Statistiken für diesen geilen Blog hier rein. Wen es interessiert: Hier schauen täglich so etwa 20 bis 40 Menschen mit unterschiedlicher IP-Adresse rein. Aber das aller geilste: Es taucht kein einziger Internet Explorer in dieser Statistik auf. Die aller meisten kommen mit Mozilla, nur ein paar wenige Browser weisen sich als Opera aus.

Bei den Betriebssystemen sieht die Welt noch nicht so rosig aus. Hier hat Linux nur einen kleinen Vorsprung vor Windows. Unter den Linux-Distributionen hat Ubuntu mit großem Abstand die Nase vorn, gefolgt von Debian.


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12 02 2007

Entwickler Ebooks kostenlos

Advent, Advent ne Kerze brennt.

Bei http://entwickler-press.de/ gibt es in der Adventszeit einen feinen Adventskalender. Dort darf man jeden Tag ein Türchen öffnen und sich ein E-Book runterladen.

Feine Sache wie ich finde, auch wenn ich eigentlich nicht so der Ebook-Leser , sondern eher auf tote Bäume mit echter Druckerschwärze stehe.


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11 25 2007

SCP Download abgebrochen

Diese Woche hatte ich nachts um vier Mal wieder eines dieser Horror-Erlebnisse. Ich habe eine 900 MB große Datei mittels SCP von einem Server zum anderen geschaufelt. (scp Benutzername@Rechnername:PfadZurQuellDatei Ziel) Die Übertragung hätte zwei Stunden gedauert, also habe mir gedacht, mach ich doch was sinnvolles in der Zwischenzeit und lass die Daten in aller Ruhe durchnudeln.

Nach zwei Stunden guck ich nochmal nach dem Download und hätte in diesem Augenblick am liebsten in einem hohen Bogen über meinem Schreibtisch gekotzt. Was war geschehen? Ich Depp hatte den Download nicht im Hintergrund gestartet, was ansich kein Problem ist. Zum Problem wird es erst, wenn die Verbindung zwischen meinem lokalen Rechner und dem entfernten Server ausfällt, auf dem ich den Download gestartet habe. Denn dann wird natürlich die Shell beendet und mit ihr alle Kind-Prozesse die von ihr gestartet wurden. Also auch mein SCP.

Das ist natürlich großer Mist. Somit hatte ich auf meinem Zielserver eine 500 MB große Datei mit der ich mal gar nix anfangen konnte. Richtig blöd wird das ganze dann noch, weil scp von sich aus keine abgebrochenen Downloads wieder aufnehmen kann.

Hm, also, was tun? Ich habe mir in diesem Fall eine 3 Meter lange Kommando-Kette überlegt in der ich über SSH die beiden Dateien miteinander vergleiche und den noch nicht übertragenen Teil der einen Quelldatei über eine Ausgabeumleitung ( >> ) an die Zeildatei anhänge.

Nun hab ich gegrübelt und gegrübelt, aber dieses Monster von einem Befehl wollte mir nicht mehr einfallen. Statt dessen habe ich erfahren, dass das ganze mit rsync viel einfacher gegangen wäre. Offensichtlich hätte schon folgender kleine, aber feine Befehl zum Ziel geführt:
rsync -e ssh –partial –progress Benutzername@Rechnername:PfadZurQuellDatei


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11 24 2007

Jede Menge Weissblech

Viele wissen es gar nicht. Meine allererste Webseite war sehr politischer Natur. Es war eine Seite gegen die Einführung des Dosenpfandes. Nie werde ich dieses wunderschöne Bild auf der Startseite vergessen, auf der das bekannte Strichmännchen, welches sich auf fast jeder Verpackung findet und dazu auffordert die Umwelt sauber zu halten, diesen depperten Schädel von Ober-Hippie Jürgen Trittin in einen Mülleimer befördert.

Ja, ich liebe Dosen. Vor allem Dosenbier und selbst die überteuerten Tankstellen-Preise halten mich nicht davon ab mir regelmäßig die ein oder andere Dose Tuborg in den Leib zu schütten. Umso mehr habe ich mich gestern gefreut als ich nach Hause kam. Nein, das Dosenpfand wurde nicht abgeschafft, ein kleines unscheinbares Paket lag vor meiner Haustür.
Mhh, was mag das nur sein. So ein kleines und doch schweres Paket? Es war die die Palette Blubber-Limonade von der Firma mit dem Nashorn. Und das allerbeste: Alle Dosen Pfandfrei!

Hab ich mich gefreut. Naja, nachdem Workoholic-bicklA die Nacht von Donnerstag auf Freitag durchgearbeitet hat ist er zwar erstmal ins Bett gefallen, aber gleich heute habe ich mir drei der feinen Brause-Döschen eingefahren.

Um Anfängern den Einstieg zu erleichtern: Die 250 ml Büchsen, in denen Energie-Gertränke meist verpackt sind, trinkt man in ein bis zwei Zügen. Als Genießer bin ich in der Regel für die Variante Zwei-Züge. Wichtig: Eiskalt muss es sein, das Süppchen. Aber genau das ist die Paradedisziplin von Blech. Das legst du kurz ins Gefrierfach (Notfalls die Palette schon im Pizzafach deines bevorzugten Supermarktes deponieren) und innerhalb von kurzer Zeit hast du das kälteste Wässerchen von Welt.
Von nun an ist es einfach: Mit dem aufmontierten Bügel das Blech aufreisen und das kalte Ding an die Öffnung an deinem Kopf halten. Sobald deine Lippen das eisige Metall berühren wirst du auch schon anfangen wie ein Gestörter die Flüssigkeit aus dem Behältnis zu saugen. Erschrecke dich nicht, das ist der Reflex. Das ist ganz normal. Ist wohl angeboren, weil Mensch ein Säugetier ist.
Nun ist nur wichtig dich etwa nach 100 bis 130 ml von der Büchse los zu reißen. Ich weiß, das ist schwierig, aber wenn du jetzt weiter trinkst hast du nichts mehr von dem leckeren Zeug und du musst gleich die nächste Büchse öffnen. Gar nicht schön, denn auch die größte Palette ist irgendwann mal leer. Jetzt kurz durchatem und für die zweite Runde fertig machen. Die geht etwas schneller. Hierzu ist eine Berührung mit dem Metall eigentlich gar nicht mehr nötig. Du mußt einfach nur den Mund öffnen, den Kopf auf 90 Grad nach hinten und das süße Zeug in den Rachen schütten, wo es hin gehört. Wer besonders cool ist vergrößert beim laufen lassen den Abstand zwischen Dose und Mund. Das wirkt lässig und man punktet vor allem beim weiblichen Geschlecht.


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11 17 2007

Komm wir machen Protest!

Ich bin ja wirklich ein Freund politischer Partizipation. Leute, steht auf und sagt eure Meinung! Die Faust aus der Tasche und raus auf die Strasse, ganz ehrlich! Auch das Internet und gerade das endgeile Web 2.0, von dem alle reden und von dem keiner weiß, was es wirklich ist, bietet sich enorm gut als Plattform für politische Aktionen an. Ich zum Beispiel engagiere mich in dem von mir bevorzugten Social Network in den Gruppen “Wir kapern das Becks Schiff”, “Nutella statt Billigprodukte” und “Ich dusche gerne nackt” und leiste damit meinen ganz persönlichen Beitrag für eine bessere Welt.

Aber, liebe Gemeinde, was sollen diese ganzen “Huch wir senken den Spritpreis”-Aktionen bitteschön? Ich versteh es wirklich nicht, obwohl ich selbst zu den armen Schweinen gehöre, bei denen über 40 Kilometer zwischen dem Ort wo sie schlafen und dem Ort wo sie Tag für Tag den inneren Schweinehund besiegen, liegen.

Ich habe gerade meine E-Mails abgerufen und es war ohne Witz die 7. Ketten-Mail und die 4. Gruppeneinladung zum Thema drin. Was soll das bringen? Glaubt ihr wirklich dass, wenn ihr euch erstmal virtuell in einer Gruppe organisiert habt, ihr euch alle an den Händen haltet und ihr es euch nur ganz ganz feste wünscht, die Chinesen sagen werden: “Och scheisse, da haben so ein paar Wohlstands-Kackärsche eine Gruppe gegründet, das mit dem Öl-Kaufen, das überlegen wir uns besser nochmal. Fahrn wir doch lieber wieder Fahrrad”.

Oder diese geile Aktion, von der man jetzt überall im Internet ließt: “Am 1. 12, da zeigen wir es den Öl-Multis mit ihrer Preistreiberei, da tanken wir alle einfach nicht. Boh die werden Augen machen”. Jo, vor allem werden Sie Augen machen, wenn sie die riesigen Schlangen am 2.12. vor ihren Tankstellen sehen, wenn sich wirklich genug Deppen finden, die am 01.12 nicht tanken.

Jungs (und Mädels), ich schlag euch mal was vor: Fahrt einfach zwei Wochen lang kein Auto. Fahrt Fahrrad, geht zu Fuß oder bleibt einfach ganz zu Hause. Das wär echt mal richtig cool. Und a propos cool, am besten lasst ihr auch gleich eure Heizung aus..




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