Archive for November, 2007

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11 25 2007

SCP Download abgebrochen

Diese Woche hatte ich nachts um vier Mal wieder eines dieser Horror-Erlebnisse. Ich habe eine 900 MB große Datei mittels SCP von einem Server zum anderen geschaufelt. (scp Benutzername@Rechnername:PfadZurQuellDatei Ziel) Die Übertragung hätte zwei Stunden gedauert, also habe mir gedacht, mach ich doch was sinnvolles in der Zwischenzeit und lass die Daten in aller Ruhe durchnudeln.

Nach zwei Stunden guck ich nochmal nach dem Download und hätte in diesem Augenblick am liebsten in einem hohen Bogen über meinem Schreibtisch gekotzt. Was war geschehen? Ich Depp hatte den Download nicht im Hintergrund gestartet, was ansich kein Problem ist. Zum Problem wird es erst, wenn die Verbindung zwischen meinem lokalen Rechner und dem entfernten Server ausfällt, auf dem ich den Download gestartet habe. Denn dann wird natürlich die Shell beendet und mit ihr alle Kind-Prozesse die von ihr gestartet wurden. Also auch mein SCP.

Das ist natürlich großer Mist. Somit hatte ich auf meinem Zielserver eine 500 MB große Datei mit der ich mal gar nix anfangen konnte. Richtig blöd wird das ganze dann noch, weil scp von sich aus keine abgebrochenen Downloads wieder aufnehmen kann.

Hm, also, was tun? Ich habe mir in diesem Fall eine 3 Meter lange Kommando-Kette überlegt in der ich über SSH die beiden Dateien miteinander vergleiche und den noch nicht übertragenen Teil der einen Quelldatei über eine Ausgabeumleitung ( >> ) an die Zeildatei anhänge.

Nun hab ich gegrübelt und gegrübelt, aber dieses Monster von einem Befehl wollte mir nicht mehr einfallen. Statt dessen habe ich erfahren, dass das ganze mit rsync viel einfacher gegangen wäre. Offensichtlich hätte schon folgender kleine, aber feine Befehl zum Ziel geführt:
rsync -e ssh –partial –progress Benutzername@Rechnername:PfadZurQuellDatei


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11 24 2007

Jede Menge Weissblech

Viele wissen es gar nicht. Meine allererste Webseite war sehr politischer Natur. Es war eine Seite gegen die Einführung des Dosenpfandes. Nie werde ich dieses wunderschöne Bild auf der Startseite vergessen, auf der das bekannte Strichmännchen, welches sich auf fast jeder Verpackung findet und dazu auffordert die Umwelt sauber zu halten, diesen depperten Schädel von Ober-Hippie Jürgen Trittin in einen Mülleimer befördert.

Ja, ich liebe Dosen. Vor allem Dosenbier und selbst die überteuerten Tankstellen-Preise halten mich nicht davon ab mir regelmäßig die ein oder andere Dose Tuborg in den Leib zu schütten. Umso mehr habe ich mich gestern gefreut als ich nach Hause kam. Nein, das Dosenpfand wurde nicht abgeschafft, ein kleines unscheinbares Paket lag vor meiner Haustür.
Mhh, was mag das nur sein. So ein kleines und doch schweres Paket? Es war die die Palette Blubber-Limonade von der Firma mit dem Nashorn. Und das allerbeste: Alle Dosen Pfandfrei!

Hab ich mich gefreut. Naja, nachdem Workoholic-bicklA die Nacht von Donnerstag auf Freitag durchgearbeitet hat ist er zwar erstmal ins Bett gefallen, aber gleich heute habe ich mir drei der feinen Brause-Döschen eingefahren.

Um Anfängern den Einstieg zu erleichtern: Die 250 ml Büchsen, in denen Energie-Gertränke meist verpackt sind, trinkt man in ein bis zwei Zügen. Als Genießer bin ich in der Regel für die Variante Zwei-Züge. Wichtig: Eiskalt muss es sein, das Süppchen. Aber genau das ist die Paradedisziplin von Blech. Das legst du kurz ins Gefrierfach (Notfalls die Palette schon im Pizzafach deines bevorzugten Supermarktes deponieren) und innerhalb von kurzer Zeit hast du das kälteste Wässerchen von Welt.
Von nun an ist es einfach: Mit dem aufmontierten Bügel das Blech aufreisen und das kalte Ding an die Öffnung an deinem Kopf halten. Sobald deine Lippen das eisige Metall berühren wirst du auch schon anfangen wie ein Gestörter die Flüssigkeit aus dem Behältnis zu saugen. Erschrecke dich nicht, das ist der Reflex. Das ist ganz normal. Ist wohl angeboren, weil Mensch ein Säugetier ist.
Nun ist nur wichtig dich etwa nach 100 bis 130 ml von der Büchse los zu reißen. Ich weiß, das ist schwierig, aber wenn du jetzt weiter trinkst hast du nichts mehr von dem leckeren Zeug und du musst gleich die nächste Büchse öffnen. Gar nicht schön, denn auch die größte Palette ist irgendwann mal leer. Jetzt kurz durchatem und für die zweite Runde fertig machen. Die geht etwas schneller. Hierzu ist eine Berührung mit dem Metall eigentlich gar nicht mehr nötig. Du mußt einfach nur den Mund öffnen, den Kopf auf 90 Grad nach hinten und das süße Zeug in den Rachen schütten, wo es hin gehört. Wer besonders cool ist vergrößert beim laufen lassen den Abstand zwischen Dose und Mund. Das wirkt lässig und man punktet vor allem beim weiblichen Geschlecht.


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11 17 2007

Komm wir machen Protest!

Ich bin ja wirklich ein Freund politischer Partizipation. Leute, steht auf und sagt eure Meinung! Die Faust aus der Tasche und raus auf die Strasse, ganz ehrlich! Auch das Internet und gerade das endgeile Web 2.0, von dem alle reden und von dem keiner weiß, was es wirklich ist, bietet sich enorm gut als Plattform für politische Aktionen an. Ich zum Beispiel engagiere mich in dem von mir bevorzugten Social Network in den Gruppen “Wir kapern das Becks Schiff”, “Nutella statt Billigprodukte” und “Ich dusche gerne nackt” und leiste damit meinen ganz persönlichen Beitrag für eine bessere Welt.

Aber, liebe Gemeinde, was sollen diese ganzen “Huch wir senken den Spritpreis”-Aktionen bitteschön? Ich versteh es wirklich nicht, obwohl ich selbst zu den armen Schweinen gehöre, bei denen über 40 Kilometer zwischen dem Ort wo sie schlafen und dem Ort wo sie Tag für Tag den inneren Schweinehund besiegen, liegen.

Ich habe gerade meine E-Mails abgerufen und es war ohne Witz die 7. Ketten-Mail und die 4. Gruppeneinladung zum Thema drin. Was soll das bringen? Glaubt ihr wirklich dass, wenn ihr euch erstmal virtuell in einer Gruppe organisiert habt, ihr euch alle an den Händen haltet und ihr es euch nur ganz ganz feste wünscht, die Chinesen sagen werden: “Och scheisse, da haben so ein paar Wohlstands-Kackärsche eine Gruppe gegründet, das mit dem Öl-Kaufen, das überlegen wir uns besser nochmal. Fahrn wir doch lieber wieder Fahrrad”.

Oder diese geile Aktion, von der man jetzt überall im Internet ließt: “Am 1. 12, da zeigen wir es den Öl-Multis mit ihrer Preistreiberei, da tanken wir alle einfach nicht. Boh die werden Augen machen”. Jo, vor allem werden Sie Augen machen, wenn sie die riesigen Schlangen am 2.12. vor ihren Tankstellen sehen, wenn sich wirklich genug Deppen finden, die am 01.12 nicht tanken.

Jungs (und Mädels), ich schlag euch mal was vor: Fahrt einfach zwei Wochen lang kein Auto. Fahrt Fahrrad, geht zu Fuß oder bleibt einfach ganz zu Hause. Das wär echt mal richtig cool. Und a propos cool, am besten lasst ihr auch gleich eure Heizung aus..


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11 13 2007

Koffein-Süppchen für lau!

Bier, lange Zeit gar nichts und dann kommen schon Energy Drinks. Zumindest auf meiner Beliebtheitsskala was Getränke angeht. Wenn man schon morgens aufstehen muss, dann gibt es doch nichts besseres als gleich zum Kühlschrank und eine eiskalte Dose Glibberpampe in den Körper geschüttet. Endgeil!

Und wie der Zufall es so will schickt ein bekannter Brausehersteller seinen Muntermacher palettenweise zu den Leuten nach Hause. Und das auch noch für lau! Was er dafür will? Werbung natürlich. Denn in dieser kalten kapitalistischen Welt, die mindestens so kalt ist wie das Brubbelwasser, das bei mir demnächst im Kühlschrank steht, bekommt man ja nichts geschenkt.

Naja, ich in verkaufe in jedem Fall meine Seele für den Konsum und zeige direkt unter diesem Beitrag das Banner von besagter Firma. Auf das alle meine Leser (ja, du auch), gleich nach der Lektüre des Beitrages in den Supermarkt springen und sich auch eine Palette dieses köstlichen Getränks zu kaufen.


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11 11 2007

Mäcces soll liefern!

Gerade habe ich in den unendlichen Weiten des Netzes eine Petition gefunden, die sich für einen Junk-Food-Lieferservice einsetzt. Ich unterstütze das natürlich, denn jung kaputt spart bekanntlich Altersheime.

Hier könnt ihr eich eintragen.


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11 10 2007

Datenvorratsspeicherung passiert Bundestag

Schon gestern hat der Bundestag das neue Gesetz zur Datenvorratsspeicherung beschlossen. Das Gesetz sieht vor, dass Provider Kundendaten 6 Monate lang speichern müssen. Diese Kundendaten umfassen die Ziel-Rufnummer, Datum sowie die genaue Zeit der Aktivität und bei Telefonaten über Mobiltelefone auch den Aufentaltsort. Inhalte dürfen auch weiterhin nicht gespeichert werden. Betroffen ist sowohl die Kommunikation über Festnetz- und Mobiltelefone, als auch jeglicher Datenverkehr im Internet.

Auf richterliche Anordnung dürfen Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte auf die Daten zugreifen. Keine richterliche Anordnung werden hierzu der Verfassungsschutz, der Bundesnachrichtendient und der Militärische Abschirmdiens benötigen.

Das Abstimmungsverhalten sah folgendermaßen aus:

CDU/CSU:
190 JA
4 NEIN

SPD:
176 JA
7 NEIN

FDP:
0 JA
58 NEIN

Die Grünen:
0 JA
45 NEIN

Die Linke:
0 JA
41 NEIN

Wenn dich die genauen Abstimmungsdaten interessieren, kannst du sie in der offiziellen Ergebnisliste des Bundestages nach lesen.

Nun muss noch der Bundesrat dem gesetz zustimmen. Zudem wurde von Gerhard Baum, Burkhard Hirsch und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (alle FDP) bereits eine Klage beim Bundesverfassungsgericht angekündigt.


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11 04 2007

apt-cache search

Jeder der ein auf Debian basierendes Betriebssystem benutzt, kennt (und liebt) die Paketverwaltung apt. Ob man sie nun über ein graphisches Interface wie Aptitude benutzt oder apt-get install in die Shell kloppt, mit apt lässt sich unkompliziert und schnell die Software installieren, die man braucht.

Doch was macht man, wenn man eben nicht genau weiß, wie das Paket heißt, das man gerade installieren möchte? Für genau diesen Fall gibt es apt-cache search.

Im apt-cache liegen alle dem System bekannnten Pakete. Auch die, die noch nicht installiert wurden. apt-cache search suchbegriff durchsucht sowohl den Paketname, als auch die Paketbeschreibung nach suchbegriff, wobei suchbegriff auch ein regulärer Ausdruck sein darf.

Wem die Kurzbeschreibung der Pakete in der Ergebnissliste zu wenig Aussagekräftig ist, der kann sich von apt-cache search mit der Option –full auch die gesamte Paketbeschreibung ausgeben lassen.


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11 03 2007

Tastatur Cherry CyMotion Master Linux

Die Cherry in meinem SchreibtischchaosDa meine Funktastatur nun schon seit einiger Zeit ihren Dienst an meinem Wohnzimmer-Rechner tut, musste nun fürs Arbeitszimmer endlich mal etwas Neues her. Die Linux-Tastaturen von Cherry sind nun ja schon seit einigen Jahren überall erhältlich und da ich es zum einen unterstützenswert finde, wenn Hersteller mit Ihren Produkten auch Linux-Anwender ansprechen wollen und zum anderen auch etwas neugierig bin habe, ich mir nun einmal eine solche Tastatur bestellt.

Mit den Vibrators auf den Ohren, einem kühlen Bitburger neben mir und diesem neuen Tastenbrett vor mir , bin ich nun also gewillt das schöne Stück für die Leserschaft auf Herz und Nieren zu testen, wie es sich gehört.

Angeschlossen ist das Gerät an mein Toshiba Satellite M30. Als Betriebssystem benutze ich Kubuntu 7.10 und als Desktop-Environment dient mir KDE in der Version 3.5.8.

Optisch macht die Cherry auf mich einen recht guten Eindruck. Es ist natürlich kein Designer-Stück wie sie aus der Apfel-Fraktion bekannt sind. Mir persönlich gefällt natürlich, dass die Tastatur exakt die Farbe meines Laptops hat. Leider fühlt sich jedoch das silberne Plastik über und unter dem Tastenfeld etwas billig an.

Den Tasten-Anschlag empfinde ich demgegenüber als sehr angenehm. Etwas schlecht positioniert sind jedoch die 5 Funktionstasten, die das Tastenfeld jeweils zur Linken und zur Rechten abschließen. Schon jetzt ist es mir das ein oder andere mal passiert, dass ich statt [strg] versehentlich die daneben liegende Funktionstaste getroffen habe.

Anstelle des berühmten Windows Fähnchen ziert besitzt die CyMotion Master Linux eine A Propos Funktionstasten: Hier hätte ich mir von einer Linux-Tastatur schon gewünscht, dass sie etwas mehr auf die Bedürfnisse eines Linux-Benutzers eingeht. Statt dessen bekommt man mit der Cymotion Master Linux eine exakte Kopie der CyMotion Master XPress. Der einzige Unterschied liegt in der “Tux Taste”, bei der das Linux-Maskotchen das berühmte Windows-Fähnchen ersetzt. Schade, hier hätte ich mir mehr vorstellen können. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Umschalter für die Arbeitsflächen gewesen oder mit einer Taste, die die Konsole startet? Die vorhanden Sondertasten lassen sich in die Kategorien “Browser” (reload, suchen, etc.) , “Musik” (Lautstärke, Lied vor, Lied zurück, etc.) , “Anwendungsstarter” (Taschenrechner, E-Mail und Browser) sowie “Funktionstasten” (copy & paste, undo, redo, etc.) unterteilen.

An den USB-Port angeschlossen funktionieren die “Musik”-Tasten tadellos. Die Lautstärke ist mit Stufen von 13% etwas grob. Da hat man dann die Wahl zwischen “Ich hör nix” und “Die Nachbarn fallen aus dem Bett”. Die Taste “Taschenrechner” startet den SpeedCrunch und ein Drücker auf die Taste mit dem Briefumschlag öffnet wie erwartet ein Fenster von KMail in das ich eine E-Mail tippen kann. Da KMail bei mir der Arbeitsfläche “E-Mail” zugeordnet ist öffnet sich das Fenster natürlich dort. Ein automatischer Wechsel zu dieser Arbeitsfläche findet nicht statt. Naja, man kann nicht alles haben. Vielleicht kommt das ja mit der nächsten Cherry Linux KDE-Edition ;-)

Da die anderen Funktionstasten noch keinen Mucks tun, versuche ich nun die Treiber von der beigelegten CD zu installieren. Auf der CD befindet sich neben einer Datei namens “start.exe” (rofl) und mehreren Verzeichnissen, darunter ein Verzeichnis “browser” in dem sich Dateien zur Installation des Internet Explorers 6 befinden (rofl hoch 10), ein Ordner mit dem Namen “Linux”. Dort entscheide ich mich für das Verzeichnis “Debian” und versuche mittels dpkg -i *deb das entsprechende Paket zu entpacken. Das Ergebnis: 8 Abhängigkeitsfehler die sich auf die schnelle auch nicht lösen lassen

Nun gut. Kubuntu basiert zwar auf Debian, ist aber nicht Debian. Mal schauen was die Webseite sagt. Und siehe da, es gibt den Treiber als Quellcode, den ich gleich mal in /usr/local/src/keyman entpacke. Nach dem ausführen von sh configure_kde.sh werde ich dann auch nacheinander aufgefordert libqt3-mt-dev, kdelibs4-dev, libgtk2.0-dev, libwnck-dev, libbonobo2-dev, libgnome-vfsmm-2.6-dev und libxerces27 -dev zu installieren, was apt-get install auf gewohnt unkomplizierte Art und Weise erledigt.

Nach der Installation dieser Pakete sagt mir configure_kde.sh:

/bin/sh: Syntax error: Bad fd number .

Eine Runde googeln erklärt auch den Grund: Ubuntu linkt /bin/sh nicht auf die bash, sondern auf die schlankere dash. Ein ln -s /bin/bash /bin/sh löst das Problem.

Alles o.k.? Fehlanzeige! configure_kde.sh sagt mir jetzt:

make[2]: *** Keine Regel vorhanden, um das Target »usb.h«,
benötigt von ».setkeymanscancode.o«, zu erstellen. Schluss.

Endgeil! Da habe ich doch gleich keinen Bock mehr!

Statt dessen wende ich mich an die qualifizierten Hefler von ubuntuusers. Nach deren Empfehlung lege ich das Skript /etc/X11/xkb/combat/cymotion an.

In diese Datei kopiere ich folgenden Inhalt:
// $XFree86
// XFree86 special keysyms
default partial xkb_compatibility "basic" {
interpret.repeat= True;
//Ctrl+C for Copy
interpret XF86Copy {
action = Redirect(Key=<AB03>, modifiers=Control);
};
//Ctrl+V for Paste
interpret XF86Paste {
action = Redirect(Key=<AB04>, modifiers=Control);
};
//Ctrl+X for Cut
interpret XF86Cut {
action = Redirect(Key=<AB02>, modifiers=Control);
};
//Ctrl+Pos1 for ScrollUp
interpret XF86ScrollUp {
action = Redirect(Key=<HOME>, modifiers=Control);
};
//Ctrl+End for ScrollDown
interpret XF86ScrollDown {
action = Redirect(Key=<END>, modifiers=Control);
};
//Ctrl+Shift+Z for Redo
interpret Redo {
action = Redirect(Key=<AD06>, modifiers=Shift+Control);
};
//Ctrl+Z for Undo
interpret Undo {
action = Redirect(Key=<AD06>, modifiers=Control);
};
//Alt-Pfeil nach Links for Backward (Firefox)
interpret XF86Back {
action = Redirect(Key=<LEFT>, modifiers=Mod1);
};
//Alt+Pfeil nach Rechts for Forward (Firefox)
interpret XF86Forward {
action = Redirect(Key=<RGHT>, modifiers=Mod1);
};
//ESC for Stop (Firefox)
interpret XF86Stop {
action = Redirect(Key=<ESC>);
};
// Ctrl+R for Reload (Firefox)
interpret XF86Reload {
action = Redirect(Key=<AD04>, modifiers=Control);
};
//Ctrl+F for Search Page (Firefox and most other applications)
interpret XF86Search {
action = Redirect(Key=<AC04>, modifiers=Control);
};
};

Somit wird eine Sondertaste immer auf eine bestimmte Tastenkombination gemappt.

Anschließend füge ich zur Datei /etc/X11/xkb/compat/complete die Zeile
augment "cymotion"
hinzu und muss dann nur noch in der /etc/X11/xorg.conf unter “XkbModel” “cymotionlinux” eintragen, damit nach einem Neustart des X-Servers dann auch wirklich die meisten Sondertasten funktionierten.

Fazit:

Die Cherry CyMotion Linux ist der Versuch eine Tastatur für Linux-Anwender auf den Markt zu bringen. Dieser Versuch kann als gescheitert bezeichnet werden. Zwar bringt die CyMotion Master Treiber für verschiedene Linux-Distributionen mit, jedoch ließen sich diese nicht meinen 08/15-Kubunut installieren. Auch die Installation über den Quellcode musste nach mehreren Versuchen abgebrochen werden. Einzig der Weg “zu Fuss” über die Konfiguration von xorg brachte nach kurzer Zeit ein zufriedenstellendes Ergebnis, was die Belegung Sondertasten betrifft. Dies hätte man mit jeder anderen Tastatur allerdings auf diesem Weg auch erreichen können.

Die Sondertasten selbst bieten ebenfalls keine Features, die speziell den Linux-Anwender vom Hocker reissen. So bleibt einzig der kleine Pinguin auf der “Tux Taste” der Grund dafür, als Linux-Anwender diese Tastatur einem normalen Keyboard mit Windows-Fähnchen vorzuziehen.

Abgesehen davon ist die Cherry eine solide Tastatur mit einem angenehmen Anschlag, die für 30 Euro ihr Geld durchaus wert ist.




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